Wohnen am Anscharpark, Kiel
In dem umfriedeten Parkgelände des Anscharparks mit einem wunderschönen alten Baumbestand befindet sich das historische Gebäudeensemble aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts, einem ehemals der Marine gehörenden Garnisonslazarett. Um den Parkcharakter weitgehend zu erhalten, wurden die Altbauten saniert und durch vereinzelte Neubauten ergänzt. Auf der westlichen Grundstückshälfte entstanden inklusive Nachverdichtung ca. 6.000 qm Wohn- und Nutzfläche, der Anteil der Altbauten beträgt in etwa 50%. Die Neubauten, die maximal vier Geschosse (bzw. drei Geschosse und ein Staffelgeschoss) aufweisen, sind im Standard des KfW - Energiesparhaus 60 gebaut.
Die Baugemeinschaften
Die Entwicklung der einzelnen Gebäude wurde über Hausgemeinschaften organisiert. Von Beginn bilden sich so gemeinschaftliche und nachbarschaftliche Strukturen, die später im gemeinsamen Alltag weiterentwickelt werden. Das soziale Miteinander und die eingenen Gestaltungsmöglichkeiten sind entscheidende Qualitäten des Projektes Anschar - Park.
Nach Abschluss der Baumassnahmen sind Wohnungen im Wohneigentum bzw. Gewerbeflächen im Teileigentum, also eine Wohnungseigentümergemeinschaft entstanden.
Nutzungskonzept
Es ist eine verträgliche Mischung verschiedener Nutzungen entstanden, die Wohnen und Arbeiten verbindet, künstlerische und kulturelle Betätigung ermöglicht, Mehrgenerationen-Wohnen und betreutem Wohnen Raum gibt, sowie soziales und ökologisches Handeln befördert. Diese nachhaltigen Zielsetzungen qualifizieren das Vorhaben auch als regionales Modellprojekt im Rahmen der Agenda 21.
Für die Bestandsgebäude wurden unterschiedliche, jeweils zum Charakter und zu den vorhandenen Möglichkeiten passende Nutzungsideen entwickelt.
Atelierhaus im Anscharpark
Im Südwesten des Anscharparks sind die Gebäude Haus 8 und das Kesselhaus gelegen. Haus 8, das ursprüngliche Wirtschaftsgebäude mit Küche und Wäscherei wird für eine Nutzung als Atelierhaus mit Ausstellungsflächen und Büros hergerichtet. Für das Kesselhaus (Haus 15) ist eine kulturgastronomische Nutzung vorgesehen, die einen inhaltlichen Zusammenhang mit dem Atelierhaus bilden soll. Beide Gebäude werden eine attraktive Eingangssituation für das Quartier schaffen. Die Eigentümergesellschaft, die aus bedeutenden Kultureinrichtungen besteht, hat Ende Oktober 2009 die beiden Gebäude erworben. Das unter Denkmalschutz stehende Ziegelgebäude Haus 8 wird nach der Sanierung, die bis zum Spätherbst 2011 abgeschlossen sein soll, insgesamt vierzehn Künstler- und Designateliers auf drei Etagen Raum bieten: zwölf Ateliers zu je 34 qm, sowie zwei große Ateliers zu jeweils 144 m2 und 80 m2, die sich auch für eine gemeinschaftliche Nutzung eignen. Der Mietpreis liegt bei 6,50 € pro Quadratmeter (Warmmiete). Im Erdgeschoss stehen große Räume für unterschiedliche Nutzungen (Ausstellungen, Projekte, Seminare, Veranstaltungen etc.) zur Verfügung. Über die Vergabe der Ateliers entscheidet ein Auswahlgremium. Es werden auch Kommanditisten gesucht, die durch eine Kapitaleinlage das Projekt unterstützen wollen. Interessenten können sich gerne an untenstehenden Kontakt wenden.
Kontakt: Anders F.- Christensen, Conplan GmbH, Fon: 0461 - 9041483,
christensen@conplan-gmbh.de
Freiraumgestaltung
Die vorhandene Parkstruktur wurde aufgenommen und parktypische Elemente betont. Der Baumbestand wurde dort, wo es für die Bebauung und die Wegeführung notwendig war, ausgedünnt und im gradlinigen Wegenetz durch Neubepflanzungen Akzente gesetzt. Verstreut auf dem Gelände findet man Sitzmöglichkeiten, Spielecken, windgeschützte Grillecken und sonnengeschützte Leseecken.
Ziel der Planung war, die unterschiedlichen Bereiche des Parkes für die Bewohnerschaft und die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und gleichzeitig private Rückzugsmöglichkeiten für die Bewohner/-innen zu ermöglichen. Zäune und undurchlässige Abtrennungen innerhalb des Parkes wurden vermieden; der um das Grundstück laufende denkmalgeschützte Zaun wurde erhalten, um den Ensemblecharakter zu unterstreichen und die Intimität des Parkes zu fördern.
Die Wohneinheiten und die Arbeitsplätze sind per Auto erreichbar: PKW-Stellplätze wurden an der neue Anliegerstrasse "Im Anscharpark" platziert.
Weiterlesen auf unserer Webseite: www.anscharpark-kiel.de
Die Bilder der Neubauten wurden von den Architekten Bock, Schulz & Partner zur Verfügung gestellt.
Presse
Neugierig geworden? Dann lesen Sie hier noch weiter:
Haus für Haus Fortschritte
Kieler Nachrichten 07/2007















