Entwicklungszusammenarbeit im WASH-Sektor

Hintergrund
2,5 Mrd. (35% der Menschheit) leben ohne Zugang zu sicheren Toiletten, 783 Mio. (11%) ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser, fast die Hälfte aller Haushalte in Afrika brauchen mehr als 30 Minuten zum Wasserholen

WASH: Die enge Verzahnung der Probleme in den Bereichen Trinkwasserversorgung, sanitäre Grundversorgung und Hygiene/Gesundheit führt dazu, dass bei einer erfolgreichen Projektarbeit alle drei Komponenten in einem ausgewogenen Verhältnis berücksichtigt werden müssen. Diese drei Komponenten bilden den so genannten WASH-Sektor (WASH = WAter, Sanitation and Hygiene). Über den verbesserten Zugang zu Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung werden als Hauptziele der Entwicklungszusammenarbeit die Verbesserung des Gesundheitszustandes der Zielgruppen, ihre wirtschaftliche Situation aber auch die Verbesserung der Umweltbedingungen in der Projektregion angestrebt.

Inhaltliche Ausrichtung: Was fällt unter den WASH-Sektor? Der Sektor hat eine starke technische Ausrichtung und umfasst in allen 3 Entwicklungsphasen (Nothilfe, Instandsetzung, Neuaufbau) die im Folgenden aufgelisteten Projektkomponenten. Kosten dieser Projektkomponenten werden unter Vollkostenaspekten (d.h. inkl. Personalkosten, Verwaltungs- und Evaluierungskosten etc.) im Rahmen des Projektbudgets zu 100% dem Thema WASH zugeordnet.

Projektkomponenten von WASH
Zugang zu Wasser: Die Erschließung, Speicherung, Verteilung und Aufbereitung von sauberem Trinkwasser aus Grund- und Oberflächen- und Regenwassersystemen.
Zugang zu Sanitäranlagen: Aspekte der Siedlungs- und Haushaltshygiene, in erster Linie Handhabung von Urin und Fäkalien und deren Entsorgung/Wiederverwertung, Abwasserentsorgung aber auch Müll- und Abfallbeseitigung.
Hygiene und Gesundheit: Maßnahmen im Bereich der Trinkwasser- und Körperhygiene: Hygieneaufklärung, Kampagnenarbeit, Hygieneeinrichtungen (Waschplätze, Handwaschbecken etc.), Verteilung von Hygieneartikeln.
Wassermanagement: Maßnahmen zur nachhaltigen Verankerung von Dienstleistungen im Wasser- und Sanitärbereich in lokalen Strukturen (Gemeinden, lokale Administration, politische Strukturen, Privatwirtschaft). Dies umfasst Aufbau, Beratung und Vernetzung von Institutionen, Wissensmanagement, Sensibilisierungskampagnen und Gründung, Entwicklung bzw. Unterstützung von Wasserkomitees etc.
Training und Schulungen: Schulungen in Instandhaltung und Anlagenwartung und natürlich zu Hygiene und Gesundheit sind fester Bestandteil aller technischen WASH-Maßnahmen.
Ownership: Die Identifikation der Menschen mit einem sie betreffenden Vorhaben ist integraler Bestandteil des ganzheitlichen Projektansatzes der Welthungerhilfe. Das bedeutet konkret, dass ein Schwerpunkt auf die Eigenverantwortung der Zielgruppen und Partnerorganisationen in den Projektländern gestärkt wird. Eine wichtige Vorbedingung für die Effizienz, die Nachhaltigkeit und den Erfolg von WASH-Maßnahmen.

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